Yucatan

Playa del Carmen

File 188Playa Del Carmen befindet sich 45 Minuten südlich von Cancún und ist mit dem Auto schnell zu erreichen. Als reines Touristenzentrum ist es erst Ende der 80er Jahre entstanden und hat sich schließlich Ende der 90er Jahre zu einem Badeort mit Massentourismus entwickelt. Sieht man von diesem ab, so lassen sich hier immer noch sehr schöne Strandabschnitte entdecken.
Ähnlich wie in Cancún, jedoch bei weitem nicht so kommerzionalisiert und sehr viel ruhiger, präsentiert sich Playa Del Carmen als ehemalig verschlafenes Fischerdorf, wo sich noch weitaus weniger laute Diskotheken oder amerikanisierte Massenbars finden als im nördlich gelegenen Cancún. Der Strand ist fein und strahlend weiß und vermittelt so perfekt das Gefühl der Karibik.

Außer den Vorzügen eines schönen Badeortes kann Playa Del Carmen jedoch nur wenig bieten. In der Mitte des Ortes befindet sich ein Anlegesteg für die Schnellbote, die nach Cozumel fahren, ein paar Kilometer nördlich und südlich befinden sich weitere kleine Badeorte, Hotels und Häfen, und nur eine halbe Autostunde südlich liegt das beliebte Tulúm, eine der alten Maya-Ruinenstätten Yucatáns.
Der langgezogene Strand von Playa Del Carmen zeigt sich in wunderschönem türkisblau, fällt flach ab und vermittelt mit seinem puderfeinen, weißen Korallensand besonders gut das typische Karibikgefühl. Man läuft flach in das Wasser hinein und kann nach etwa 10 Metern gut schwimmen. Da die Insel Cozumel vorgelagert ist (man kann sie am Horizont sehen), ist das Meer hier relativ ruhig, die Wellen erreichen nicht das Ausmaß wie in Cancún.

Der Tourismus sorgt für Arbeit und wer in Mexiko keine Arbeit findet, das Geld aber sprichwörtlich auf der Straße liegt, der wird erfinderisch. So findet man am Strand von Playa Del Carmen immer mal wieder Mexikaner herumlaufen, die mit Metalldetektoren nach Münzen suchen. Je nach Qualität des Gerätes zahlen sie 120-500 Euro und können damit am Tag etwa 5 bis 10 Euro im Sand aufspüren.

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Obwohl es auch ein offizielles Arbeitsamt gibt, werden offene Stellen auch von Vermittlern auf der Straße angekündigt. So wird nach einfachen Hotelfachkräften, Putzhilfen, Sprachlehrern oder Kraftfahrern gesucht.
Stellenausschreibung à la Mexicana
Ein Wahrzeichen von Playa Del Carmen ist der Leuchtturm direkt am Strand. Hier wird auch Wassersport aller Art angeboten. So kann man Windsurfen, Bootsfahrten unternehmen, Hochseefischen, Kayaks mieten oder Tauchkurse buchen.
Palmen geben an einigen Stellen Schatten und wer nicht auf dem Sand liegen möchte, der kann sich auch für einen Tag eine Liege mieten, sofern diese nicht im Preis des Hotels inbegriffen ist.
Wunderschön anzusehen ist immer wieder der schneeweiße Sand, der in der Sonne schimmert, sobald das glasklare Meerwasser sanft draufgespült wird und im Sand versickert.
Täglich fährt im Halbstundentakt eine Fähre nach Cozumel. Die Anlegestelle befindet sich inmitten von Playa Del Carmen, wobei mindestens zwei große Anbieter ihre Tickets direkt vor der Anlegestelle verkaufen.
Man kann zumeist kurzfristig buchen, das heißt, man direkt nach Kauf des Tickets losfahren. Die Überfahrt dauert zwischen 15 und 20 Minuten.
File 419Shops gibt es in Playa Del Carmen zu genüge. Zielgruppe sind dabei Amerikaner, die hier auch die Preise stark in die Höhe getrieben haben, denn sie bezahlen häufig jeden Preis, der gefordert wird.
Souveniers sind neben aller Arten von bedruckten T-Shirts insbesondere Yucatekische oder Mexikanische Handarbeiten, wie Strohhüte, Hängematten oder steinerne Maya-Andenken. In den Souvenir-Shops gibt viele landesspezifische Andenken, die sich in den Andenken-Läden wiederholen. 
Wer sich von der Shopverkäufern zu einem Kauf überreden lässt, sollte zumindest den Preis bereits in einem oder zwei anderen Läden zuvor in Erfahrung gebracht haben, um anschließend nicht enttäuscht zu sein.