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Wer nach Mexiko fährt, wird
sich kaum die Gelegenheit entgehen lassen, die bunte
Unterwasserwelt hautnah zu erleben.
In vielen Küstenorten gibt es Anbieter, bei
denen sich Urlauber Ausrüstungen zum Schnorcheln
leihen können. Bei vielen Hotels gehören
Tauchen und Schnorcheln üblicherweise zum Sportprogramm.
Wer bereits etwas Erfahrung besitzt, kann allein
die Unterwasserwelt
kennenlernen, ansonsten werden oftmals auch Kurse
für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten.
Vom
Prinzip her ist Schnorcheln einfach; doch obwohl
nur wenig dazu gehört, ist es für Anfänger
ungewohnt und für Fortgeschrittene gibt es
noch häufig Tipps, die das Schnorcheln nicht
nur vereinfachen, sondern den ganzen Ausflug um
Längen verbessern können. Wer ein wenig
Theorie kennt, der hat nicht nur mehr Spaß,
sondern kann Anfängerprobleme mit Leichtigkeit
vermeiden:
| Ausrüstung |
| Maske |
Die richtige Maske ist das
Wichtigste für schöne Schnorchel-Erlebnisse.
Wenn sie nicht richtig sitzt, Wasser hineinkommt,
sie beschlägt oder unbequem ist, dann
wird das Schnorcheln zur Tortour.
Man kann beim Kauf der Maske
bereits einen allgemein gültigen Test
machen, indem man die Maske aufsetzt, ohne
das Maskenband um den Kopf zu legen. Nun sollte
man den Kopf nach vorneüber beugen und
Luft durch die Nase einatmen. Wenn die Maske
nun am Gesicht bleibt, so ist der wichtigste
Test gut bestanden: die Maske ist luftdicht
und hält sich gut am Gesicht.
Der zweite Test betrifft den späteren
Druckausgleich beim Abtauchen. Man prüft,
ob man bequem mit den Fingern an den Nasenerker
kommt, um die Nase zuzuhalten. Wichtig ist
auch, daß um das ganze Gesicht herum
weiches Gummi zu spühren ist, das anschmiegsam
ist. Prüfen Sie auch die Zuverlässigkeit
von Gummi-Verschlüssen zum Erweitern/Verengen
der Maske. Die Maske darf nicht zu eng, aber
auch nicht zu locker sitzen, eben angenehm.
Noch ein Tip für klare Sicht:
es gibt verschiedene Möglichkeiten, das
Glas in der Maske von Dunst freizuhalten,
denn nichts ist ärgerlicher, als wenn
die Maske beschlägt: am bekanntesten
und auch wirksam ist das einfache Hineinspucken
in die Innenseite der Maske, verreiben und
anschließende ausspühlen der Maske.
Wem das nicht reicht, weil die Maske nach
kurzer Zeit trotzdem wieder beschlägt,
der kann statt Speichel auch
Zahnpasta verwenden. Wichtig
dabei ist, daß man sie gut verreibt
und auch gut wieder ausspühlt, denn sie
kann in den Augen sonst brennen. Wer Zahnpasta
benutzt, der muß sich darüber im
klaren sein, daß der ursprüngliche
Schutzfilm der Maske - der eigentlich gegen
Beschlag dient - damit sehr wahrscheinlich
abgetragen wird.
Wer normalerweise eine Brille bzw. Brillengläser trägt,
der hat die Möglichkeit entweder Kontaktlinsen
(möglichst Tageslinsen, denn sie können
verloren gehen) einzusetzen, oder aber Masken
mit optischen Gläsern zu kaufen. Letztere
sind jedoch um einiges teurer.
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| Schnorchel |
Beim Schnorchel,
der unbedingt zur Maske gehört, ist die
richtige Länge und der
richtige Durchmesser zu beachten.
Wichtig dabei ist, daß die Länge
35 cm und der Durchmesser 2 cm nicht übersteigt.
Längere und dickere Schnorchel können
zu einem Barotrauma der Lunge führen,
da die ausgeatmete Luft wieder erneut eingeatmet
wird.
Ansonsten ist das Ausblasventil noch von Interesse:
Schnorchel, die dieses Ventil an der Unterseite
haben, erleichtern dem Schnorchler das Ausblasen
extrem. Die Anschaffung lohn also.
Eine Signalfarbe am oberen Ende
des Schnorchels ist wichtig, damit man als
Schnorchler von z.B. Booten erkannt wird.
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| Flossen |
Man unterscheidet geschlossene
Schuhflossen und offene Fersenbandflossen
mit sog. Füßlingen. Letztere haben
den Vorteil, daß man die Füßlinge
(Gummischuhe) auch getrennt von den Flossen
- z.B. zum Waten im seichten Wasser - tragen
kann, und die Flossen bei Bedarf anzieht.
Achten Sie darauf, daß die Flossen zwar
gut sitzen (darf nicht wackeln) nicht aber
so fest, daß sie drücken (sehr
wichtig!). Das Material sollte
insbesondere um den Fuß herum anschmiegsam
bzw. weicher sein, als die Flosse selbst.
Wer die Flossen ins Wasser legt, sollte beobachten
können, daß sie werde einen Auf-
noch einen Abtrieb hat (optimal, weil sie
dann schnell wiederzufinden ist). Bunte Farben
sind vorteilhaft und das Material sollte so
beschaffen sein, daß es unter starker
Sonneneinstrahlung nicht verformt (das geschieht
bei Kunststoffflossen eher als bei Verbundmaterial).
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| Richtiges
Schnorcheln |
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Abtauchen |
Das wichtigste beim Abtauchen
ist es, daß man den Druckausgleich
richtig macht, denn schon kurz unter der Wasseroberfläche
nimmt der Druck auf die Ohren stark zu (1
bar pro 10 Meter). Wenn also an der Wasseroberfläche
ein Druck von 1 bar herrscht, so ist in 10
Meter Tiefe bereits ein Druck von 2 bar. Den
Druckausgleich macht man nun nicht erst dann,
wenn der Druck unausstehlich wird, sondern
etw alle 50 cm - 1 m. Die Gefahr, die besteht
wenn man zu spät (zu tief) den Druckausgleich
vornimmt ist, daß kleine Äderchen
platzen, bis hin daß das Trommelfell
platzt. Dabei muß der Druckausgleich
ein wenig geübt werden (Nase zuhalten
und leicht (!) ausatmen).
Eine gute Technik zum
sehr schnellen Abtauchen, die zudem
auch Luft spart, soll im folgenden beschrieben
werden:
Man legt sich mit dem Bauch nach unten flach
aufs Wasser und atmet ruhig ein. Nach einem
tiefen Atemzug klappt man den Oberkörper
bis zum Hintern senkrecht (um 90°) nach
unten ab und hebt kurz darauf die Beine mit
Füßen senkrecht nach oben. Damit
zeigt der Körper nun senkrecht nach unten
und man wird innerhalb von 2-3 Sekunden 3
Meter tiefer sein. Sehr wichtig bei dieser
Übung ist es, daß man in dieser
Zeit 2-3 mal Druckausgleich macht (s.o.).
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1) waagerecht
liegen
2) 90° Oberkörper einknicken
3) Beine hochstrecken
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| Auftauchen |
Wer einige Meeter nach unten
taucht und nach 1-3 Minuten wieder nach oben
kommt, der hat in der Regel nur noch wenig
Luft in der Lunge und muß bald atmen.
Daher ist es um so wichtiger, daß das
auch schnell klappt. Daher sollte man niemals
solange unter Wasser bleiben, daß keine
Restluft mehr vorhanden ist. Im Gegenteil,
die Restluft wird dafür genutzt, um an
der Oberfläche einen kräftigen
Stoß die verbleibende Luft
durch den Schnorchel auszustoßen
um diesen wieder zum Atmen nutzen zu können.
Denn beim Abtauchen füllt sich der Schnorchel
ja mit Wasser.
Weiterer wichtiger Punkt betrifft das, was
an der Oberfläche vor sich geht: es ist
nicht unwahrscheinlich, daß ein Surfer,
Segelboot oder sogar ein Motorboot in der
Gegend ist und Sie beim Auftauchen überfährt.
Motorboote kann man unter Wasser hören,
anderes Sportgerät evtl. nicht. Hier
heißt es also: vorsicht beim Auftauchen!
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| Atmen |
Taucher wissen dies aus dem
FF: langsames und ruhiges Atmen
ist oberstes Gebot. Das mag für Schnorchler
nicht im gleichen Maße zutreffen,
denn der Sauerstoff scheint nicht knapp
zu sein.
Doch auch beim Schnorcheln ist es wichtig
ruhig zu atmen, denn wer die Natur beobachten
möchte und dabei nicht ruhig atmet,
wird sehr schnell aus der Ruhe (und aus dem
Spaß)
kommen.
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| Flossenschlag |
Im Grunde
werden die Beine bewegt, wie beim Kraulschwimmen.
Wichtig - insbesondere für Brustschwimmer
- ist, daß die Knie nicht angewinkelt
werden, sondern weitgehend gerade bis
ganz
wenig gebeugt sind. Die Flossenschläge
sind dabei langsam und ruhig.
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| Kleidung |
Zur
Kleidung gibt es zwei Dinge zu sagen: zum
einen muß
man sich gegen Sonnenbrand schützen,
hierzu bietet es sich an ein T-Shirt o.Ä. anzuziehen. Zum anderen kann es sein,
daß man - insbesondere in nicht ganz so
heißen Gebieten, wie z.B. die Malediven,
evtl. einen Neopren-Anzug anzieht,
evtl. einen Shorty, um nicht zu
frieren. |
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