unsere Reiseführer
 
Sian Ka'an


Urlaub buchen
     
 
     
 
Sian Ka'an bedeutet soviel wie Ort der Geburt des Himmels. Dieser Name wurde diesem heutigen Naturreservat ursprünglich von den alten Mayas gegeben, und er verdient ihn ganz sicher noch heute. Wenn man an der ganzen Ostküste Yucatáns nach menschenleeren Traumstränden sucht, und diese nicht findet, so ist es das, was Sian Ka`an in unendlicher Weite bietet. Kristallklares Wasser, feinster, blendend weißer Korallensand und viele natürlich gewachsene Palmenwälder machen dieses Naturreservat zu einem Traum an Strand. Das gilt vor allem für die Halbinsel Boca de Paila, die sich etwa 40 km fast parallel zum Festland gen Süden erstreckt. Auf der anderen Seite ist es recht mühsam, hierher zu gelangen. Wer bis nach Punta Allan vordringen möchte, der benötigt Zeit - viel Zeit. Knapp vier Stunden muß man schon rechnen, wenn man den größtenteils sehr unebenen Weg durchfahren möchte. Man sollte früh morgens losfahren, und evtl. sogar erwägen, eine Nacht in Punta Allan zu verbringen, bevor man am Folgetag die Rückreise antritt.
Sian Kaan
Sian Kaan
menschenleer
Sian Kaan
Flacher Strand
Wenn man von Norden die Riviera Maya richtung Tulum fährt, dann zweigt kurz hinter Tulum eine Straße nach links (Richtung Osten) ab. Zur Orientierung: es handelt sich um die Kreuzung, an der man nach rechts in Richtung Cobá fährt. Links abgebogen, währt man noch weinige km auf einer asphaltierten Straße, bis man schließlich nur noch auf einem Sandweg fährt. Rechts und links reihen sich ein Grundstück an das andere, Eigentum, das noch vor 15 Jahren zu einem Spottpreis verkauft wurde, heute einige Mexikaner und auch Ausländer zu wohlahbenden Menschen gemacht hat (zumindest auf dem Papier). Unter den Grundstücken befinden sich auch ein Campingplatz und verschiedene Pensionen.

Etwa 3 km weiter ist die Einfahrt zum Naturreservat Sian Ka'an. Nach Zahlung eines kleinen Eintrittspreises (man erhält eine recht schlechte Karte) kann man die Tour fortsetzen und findet von nun an einen unendlich weiten Weg. Es lohnt sich, bisweilen anzuhalten, um sich das Meer aus der Nähe zu betrachten. Man wird feststellen, daß man über viele km hinweg völlig alleine am Strand ist.

Die geschützte Biosphäre von Sian Ka'an umfaßt heute ein Areal von fast 530.000 Hektar, die entlang der südlichen Küste von Quintana Roo verlaufen. Es stellt damit das größte Naturreservat Mexikos dar, in dem knapp über 2.000 Einwohner ihr Zuhause haben. Es wurde am 20. Januar 1986 nach einem Dekret gegründet und es wurde Teil des UNESCO Man and the Biosphere Program (MAB). Im Jahre 1994 wurde das Areal schließlich noch erweitert. Ziel dieser Gründung war es, die dort lebenden Tiere und Pflanzen aufgrund ihrer Schönheit und Seltenheit zu schützen, und dies in Einklang zu bringen mit den hier lebenden Einheimischen.
In Sian Ka'an läßt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Flora und Fauna bewundern. Vom tropischen Wald, über Savanne, Dünenlandschaft, Mangroven, Riff-Lagunen bis zu Korallenriffs hat dieses Gebiet alles in den schönsten Farben zu bieten. Neben den vielen hundert Tierarten, lassen sich volgende herausheben: Puma, Jaguar, Krokodile, Schildkröten und verschiedene Affen (z.B. Spinnenaffen). An Vögeln zählt man hier über 350 verschiedene Arten, darunter auch Störche, Flamingos und Papageien.
Sian Kaan
Palmen werfen Schatten
Sian Kaan
Der Blick zum Meer

Punta Allan:

Sian Kaan
Punta Allan befindet sich quasi an der äußersten Spitze der Halbinsel Boca de Paila. Die knapp 300 Einwohner wurden durch eine Umsiedlung Mexikanischer Einheimischer hierher "versetzt", und sie leben heute mit nur einer Handvoll Ausländer an dieser kleinen Inselspitze. Allerdings ist bis heute nur etwa 1% des Naturreservats in privaten Händen. Gegründet wurde Punta Allan etwa um 1980, und fast einzige Einnahmequelle der Bewohner ist die Fischerei. Besonderer Leckerbissen, den man sich auch am besten gleich vor Ort kochen läßt, ist der hier gefangene Hummer. Gefangen werden sie zumeist mit Netzen, die man beim Tauchen bzw. Schnorcheln mit sich führt. Wer möchte, kann auch einen einheimischen Fischer beim Fischen begleiten, sie sind zumeist sehr aufgeschlossen. Allerdings ist die Nachfrage nach Hummer so groß geworden - es wird bis nach Amwerika exportiert - daß man nun versucht hat, sich auch auf andere Einkommen zu konzentrieren, wie z.B. das Knüpfen von Hängematten.
Nur wenige können einen kleinen Nebenverdienst durch den erst neuerdings entstandenen und hier nur selten auftauchenden Tourismus genießen.

Eines der wenigen
Hotels, die wir hier gefunden haben, ist Posada Sirena Sian Ka'an (mail) in Punta Allan.
   
 
Impressum
© 2004
Reisen Urlaub