Knapp 90 km durch das
Gebiet nördlich von Valladolid
befindet sich dieser im Jahre 1979 zum
Naturschutzgebiet erklärte
Nationalpark rund um das
kleine Fischerdorf Río
Lagartos. Es umfaßt die nördliche
Küstenlinie der Halbinsel Yucatán
und ist insbesondere durch seinen Vogelreichtum
bekannt. Insbesondere Ornithologen
kommen hierher, um sich die vielen Huntert
verschiedenen Vogelarten anzusehen, vor
allem aber die Flamingos.
Daneben lassen sich auch Adler,
Pelikane, Schildkröten, und
vereinzelt sogar Krokodile
sehen.
Die beste Zeit zur Beobachtung der Flamingos
ist der Monat Mai. Allerings
kann es sein, daß hier auch in anderen
Monaten viele Flamingos zu sehen sind,
insbesondere dann, wenn die Wasserstände
in Orten wie Celestún
oder Progreso
zu niedrig sind. Ab Juni sieht man dann
bereits die ersten kleinen grauen
Flamingo-Baby's in den nahegelegenen
Wasserwegen El Cuyo und
Las Coloradas.
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Wir empfehlen, sich bei
der Fülle der Bootsausflüge,
die angeboten werden, sich für die
langen Ausflüge (ab
6 Stunden) zu entscheiden, da man erst ab
einer bestimmten Fahrzeit die wirklichen
Flamingokolonien zu sehen
bekommt, während die kurzen Fahrten
eher vereinzelte Flamingos
ermöglichen. Unbedingt mitzunehmen
sind Sonnencreme, etwas zu Trinken (evtl.
zu Essen) und eine Sonnenbrille.
Ansonsten sind die Monate April
bis Juni die Brutmonate der
meisten Vögel hier, so daß sich
diese Zeit zum Beobachten der Vögel
anbietet.
Río Lagartos hält
eine Fülle von unterschiedlichen Ökosystemen,
darunter welche, die nur in der Trockenzeit,
andere die nur in der Regenzeit blühen.
Sanddünen mit Kakteen,
Alabaster-Salzberge, die das
Wasser in rötlichen Tönen färben,
wunderschöne Palmenwälder,
Dschungel mit Frischwasserquellen
und Mangrovenwälder geben
dieser Natur eine unvergleichliche Abwechslung.
Leider ist Río Lagartos durch den
Hurrikan im Jahre 2002 stark in Mitleidenschaft
gezogen worden.
Die Einwohner Río Lagartos arbeiten
größtenteils im Fischfang
bzw. in einem der Salzminen,
die hier schon in der Vorkolumbianischen
Zeit von den alten
Maya betrieben wurden.
Das Gebiet ist eher mit
einfachen Hotels
bzw. Pensionen
bestückt, man sollte also keine
zu hohen Erwartungen haben. Es kommen
so wenige Touristen hierher, daß es
auch schon mal sein kann, daß alle
Pensionen geschlossen sind. Eine Unterkunft
bekommt man aber irgendwie immer. Die Einwohner
hier sind außerordentlich freundlich
und zuvorkommend, und so muß hier
niemand auf der Straße übernachten.
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