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Heute ist Isla Mujeres eine beliebte
Insel für Touristen und Besucher, die dem Festland
entfliehen wollen. Als Cancún
geplant und gebaut wurde, hatte man Isla Mujeres
außer Acht gelassen, was recht angenehm auffällt,
denn die Insel ist im Laufe der Zeit relativ "natürlich
gewachsen". Aber auch hier nahm der Tourismus
seit den 90er Jahren rapide zu, was zum Ausbau vieler
weiterer Gebäude geführt hat. Von Cancún
aus recht schnell und einfach mit zu erreichen,
bietet die etwa 9 x 3,5 km lange Insel besonders
schöne Augenblicke für Ehepaare in Flitterwochen,
für ältere aber auch junge Menschen.
In jüngerer Zeit ist die Insel
auch insbesondere auch für Taucher
von Interesse. In dem wunderschönen, kristallklaren
Wasser lassen sich alle Arten von karibischen Fischen
beobachten. Zum Tauchen bekannt geworden ist Isla
Mujeres v.a. durch die Haie, die hier in Meereshölen
rasten und gut beobachtet werden können. Das
im Südosten der Insel gelegene Korallenriff
El Garrafón bietet seinen Besuchern
einen Schwärme von farbenprächtigen karibischen
Fischen, für Taucher wie für Schnorchler
gleichermaßen ein Paradies. Die Eintrittspreise
sind jedoch eher amerikanischer Natur, dafür
kann man jedoch hier einer Fülle von Angeboten
für einen ganzen Tag entgegenschauen. Schnorchelausrüstungen,
"Snuba" (mit Schlauch ohne Flaschen tauchen),
transparente Kayaks, Handtücher und Hängematten
kann vor Ort ausgeliehen werden, und wer "all
inclusive" bucht, der hat sogar alles im Preis
inbegriffen. El Garrafon stellt den
einzigen mexikanischen Riffpark in der Karibik dar,
und Touristen kommen von Cancún
aus per Tagesausflug hierher, um die Unterwasserwelt
zu bestaunen.
Auch Windsurfer und Segler
kommen hier auf ihre Kosten. Windsurfen läßt
sich erst einige Metter weiter draußen, da
die Nordküste windgeschützt liegt. Dort
ist dasnn aber der Wind meist ausreichend. Es gibt
ausreichend Shops, die Surfbretter, Segelboote,
Tauch- und Schnorchelausrüstungen vermieten.
Wenn das Leben auf Isla Mujeres wahrscheinlich auch
noch ein wenig langsamer ist, als im Rest von Mexico,
so lassen sich hier trotzdem alle wichtigen Fazilitäten
wie Banken, öffentliche Telefone, Wechselstuben,
Apotheken und Geldautomaten finden.
Es
gibt folgende Möglichkeiten, nach Isla
Mujeres zu gelangen:
| 1. |
Einmal mit
dem Flugzeug, z.B. mit Aerosaab
(Playa Del Carmen) oder AeroBanana
(+52.998 87-25040). AeroBanana
fliegt v.a. die Strecken nach Chichén
Itzá und Tulúm.
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| 2. |
Tagesausflüge
von Cancún. Hier bieten
verschiedene Tour-Operator Fahrten mit
dem Boot an. Man startet recht früh
morgens und wird abends wieder zurückgefahren
(z.B. mit Moon
Place). Die Überfahrten dauern
zwischen 30-45 Minuten und sind sehr schön,
da man bis zur Isla Mujeres quasi durchgehend
glasklares hellblaues Wasser sieht, so
klar, daß alle nahen Fische zu sehen
sind.
Offizielle Abfahrtszeiten von Cancún's
Hotelzone (Playa Tortugas nahe Fat Tuesday's)
sind: 9:15, 11:30, 13:45 und 15:45 Uhr. |
| 3. |
Die wahrscheinlichere
Variante ist die Fähre
(Express Ferry) von Puerto Juarez
(nördlich von Cancún)
aus. Sie fährt alle halbe Stunde,
die erste um 6 Uhr morgens, die letzte
um 21:30 Uhr, wobei eine sehr späte
Fähre nochmals um 11:30 fährt.
Die Überfahrt kostet etwa 3,5 Euro
und dauert nur knappe 20 Minuten. Es empfiehlt
sich, das Hotel nach den exakten Abfahrtzeiten
und Rückkehrzeiten zu fragen. Die
Zeiten können sich ändern und
so kann man Unannehmlichkeiten vermeiden.
Das gilt insbesondere für die späteren
Abfahrtszeiten. .
Die Fahrt von Punta Sam
auf Isla Mujeres nach Puerto Juarez
zurück (Tel. +52.998-8770065) startet
normalerweise um 6°° Uhr, die
letzte um 22°° Uhr, im Halbstundentakt.
Hier gilt dasselbe: wer spät zurückfahren
möchte sollte sich unbedingt nach
den aktuellen Abfahrtszeiten erkundigen. |
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Auf Isla Mujeres
angekommen, sollte man sich überlegen,
wie man die Insel erkunden möchte. Es gibt
verschiedene Möglichkeiten, die aber noch
im Hafen entschieden werden sollten. Autos gibt
es nur wenige hier. Man kann die Insel entweder
zufuß durchqueren (etwas
anstrengend), oder aber sich ein Mofa
(mit Helm) , einen Elektrokarren
(golf card) oder ein Fahrrad leihen.
Die Gebühren sind verträglich. Man
sollte jedoch unbedingt darauf achten, daß
man eine Versicherung mit abschließt und
daß man das Gefährt zuvor auf Schäden
prüft. Taxis sind ebenfalls zu mieten.
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Die meisten Aktivitäten
auf der Insel spielen sich in Playa
Norte, in der Nähe des Hafens
(Punta Sam) ab. Vom Hafen aus
ist Playa Norte leicht zufuß
zu erreichen. Hier sind auch die Hotels
der Insel (einfach bis zu fünf Sternen)
sowie alle sportlichen
Aktivitäten sowie Einkaufsmöglichkeiten
zu finden. So sind die schönsten Strände
ebenfalls auf der Nordwestseite der Insel
zu finden, also links von der Fähre.
Die Küste ist hier rel. windgeschützt
und das Wasser trifft sanft auf den korallensand.
Schwimmen ist hier angenehmer
als anderswo auf Isla Mujeres, die Ost- und
Südküste sind hingegen wegen der
Strömungen recht gefährlich. Wer
entspannt dem karibischen Treiben am Strand
zusehen möchte, kann sich hier an der
Nordküste in einem der zahlreichen
Restaurants mit lokalen und internationalen
Gerichten verwöhnen lassen. Sehr zu empfehlen
sind auch die karibischen Cocktails,
die in Mexiko besonders gerne und gut serviert
werden (vorsicht mit Einsürfeln).
Das Nachtleben ist etwas ruhiger als in Cancún.
Dennoch gibt es ausreichend Bars, in denen
ausgiebig und exotisch zu karibischer
Musik getanzts wird.
Eine gut zu befahrende Straße
führt vom Norden aus an das südlichen
Ende von Isla Mujeres. In die Nähe des
besteigbaren Leuchtturms befinden
sich dann Maya-Ruinen (Templo
Ixchel) mit einem Observatorium
aus der alten Hochkultur. An der sog. Punta
del Sur scheint der erste Sonnenstrahl
des Tages auf die Maya-Ruine. Wenn er von
seiner Bedeutung her auch nicht sonderlichen
Bekanntheitsgrad erlangt hat, so ist es doch
für viele Besucher eine schöne Erinnerung,
wenn man hier früh morgens den Sonnenaufgang
über der Karibik erlebt.
Weg
zur Südspitze & Maya-Tem,pel
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Moderne
Skulpturen
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Leuchtturm
am Südende
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laute
Papageien
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| Ebenfalls
im Süden der Insel befindet sich
der inzwischen vor allem bei den Amerikanern
hoch im Kurs stehende Riffpark El
Garrafon. Hier wird Programm
für die ganze Familie geboten: Schnorcheln
in glasklarem Wasser, Tauchen mit Schlauch
ohne Flasche (Snuba), Kayakfahren, sich
mit einer Leine übers Wasser ziehen
lassen, man kann sich in der Sonne aalen
und den ganzen Tag lang mit der Familie
verbringen. Knapp neben El Garrafon befindet
sich der erst kürzlich erbaute Aussichtsturm,
der den Besuchern einen Überblick
über Isla Mujeres aus höchster
Höhe ermöglicht. Der Blick lohnt
vor allem deshalb, weil aus dieser Höhe
der Meeresgrund noch bis weit hinaus zu
sehen ist, und bei den Karibischen Farben
ist das ein besonderes Erlebnis. |
Aussichtsturm
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El
Garrafon
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El
Garrafon
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El
Garrafon
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Ferner lassen sich in der
hier gelegenen meeresbiologischen Station
von April bis Mai Schildkröten
beobachten, die zu dieser Zeit brüten
(Öffnungszeiten von 9-17 Uhr; Tel.: +52.998-8770595).
In der übrigen Zeit sind hier ebenfalls
viele Schildkröten zu beobachten, jedoch
nicht so viele. Pro Jahr werden hier 50.000
Schildkröten freigelassen, von denen
nur etwa 2% überleben. Das ist jedoch
ein großer Erfolg auf dem Weg des Schutzes
dieser Tiere. Leider muß sich die Farm
ständigen Auseinandersetzungen mit den
örtlichen Behörden stellen; eine
Schließung der Farm ist stetige Gefahr
aufgrund von Interessen am Grundstück,
das andere Gruppen für Bauvorhaben nutzen
möchten.
2
Jahre alte Schildkröten
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Schildkrötenfarm
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Schildkrötenfarm
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1,2
Meter große Schildkröte
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| Pirat
Mundaca |
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Im
Jahre 1858 erreichte der Pirat Fermin
Mundaca mit 33 Jahren die Insel
Isla Mujeres. Man sagt er sei auf der
Flucht gewesen wegen verschiedener Verbrechen,
u.a. Sklavenhandel mit Schwarzafrika.
Ebenso soll er am Verkauf der Maya-Häftlinge
im Stammeskrieg der Yucatekischen
Ureinwohner beteiligt gewesen sein. Viele
verschiedene Geschichten werden erzählt
zu seinem Verbleib. Eine davon erzählt,
daß er sich in eine Maya-Frau verliebt
haben soll, die jedoch seine Liebe nie
erwiderte. Heute ist ein altes und leeres
Grab auf dem Inselfriedhof als ein Beweis
seiner platonischen Liebe zu finden. Die
Inschrift, die von ihm stammt und "La
Triguena"(kleine, dunkle und eingeborene
Frau) gilt, besagt: "Ich war wie
du, was ich bin wirst du sein".
Mundaca baute zwischen 1862 und 1876 eine
kleine Hacienda auf der
Insel namens Vista Alegre.
Der Garden (Rose der Winde) enthält
viele exotische Blumen sowie Steinbögen,
in denen noch heute Reste des Habsburger
Reiches ersichtlich sind. Einheimische
erinnern ihn als selbstsüchtige Person,
man sagt er habe Früchte und Tiere
eher verkommen lassen, als sie den Einheimischen
zu geben. So benutzte er auch die Steine
der Ixchel Tempels um Teile der Hacienda
zu bauen.
Heute weiß man nicht, wo seine Überreste
verblieben sind, da das für ihn vorgesehene
Grab leer ist. Es ist möglich, daß
er aufgrund einer Malaria-Erkrankung nach
Mérida
gebracht wurde und dort verstarb oder
evtl. sogar auf Kuba. Seine Hacienda ist
nur bedingt sehenswert, insbesondere sollte
man sich stark mit Mückenmittel einreiben,
da diese hier sehr aggressiv sind. |
Eingang
Hacienda
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Haus
in Hacienda
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