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Sayil
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Die
Maya-Stätte Sayil ist ebenso wie Kabah
über die Bundesstraße 261 zu erreichen,
wobei beide nur etwa 10 km voneinander entfernt
liegen.
Der Name Sayil soll soviel bedeuten wie Ort
der Armeisen. Die Stätte liegt
relativ flach, ist aber von vielen kleineren
Hügeln umgeben. Besonders bekannt geworden
ist Sayil durch seine große dreigeschossige
Pyramide, die eines der schönsten
Maya-Bauwerke Yucatans darstellt. Auch in Sayil
hat man bis heute keine Cenotes
gefunden. Allerings lassen sich mehrere sog.
Chultunes finden, in denen das
Regenwasser für Trockenzeiten gesammelt
wurde, weswegen Sayil auch die Stadt der
Chultunes genannt wird. |
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| Der
Palast (El Palacio) |
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Der aus dem 8. Jht. n.Chr.
stammende Palast ist mit seinen Ausmaßen
von etwa 40 x 80 Metern in drei Stockwerke
aufgeteilt. Dabei wurde insbesondere die Westseite
des Gebäudes restauriert.
Die beiden oberen Stockwerke sind jeweils
leicht zurückgesetzt; auf diese Weise
diente das Dach des unteren
Stockwerks jeweils als Terrasse
für das darüberliegende. Von der
Südseite her führt eine inzwischen
stark zerstörte, breite Treppe
hinauf bis auf das Dach.
Das 1. Stockwerk
weist fünf Eingänge zur Rechten und
sieben Eingänge zur Linken der zentralen
Treppe auf. Das 2. Stockwerk hat
hingegen nur noch acht Eingänge, jeweils
vier auf jeder Seite des zentralen Treppenaufgangs.
Die Eingänge sind dabei durch wunderschöne
Säulenwände voneinander
gertrennt. Dabei ist insbesondere der linke
Flügel noch in gutem Zustand, während
der rechte zu großen Teilen zerstört
wurde. Zwei weitere aber einfache Eingänge
befinden sind noch auf der linken Seite der
Treppe zu sehen. In den über den Eingängen
verlaufenden Steinfries befinden
sich mehrere Abbilder des Regengottes Chaac,
wobei sich diese Masken ursprünglich um
das ganze Gebäude gezogen haben. Auf dem
Weg nach oben zum 3. Stockwerk
verbreitert sich die hier bereits stark zerstörte
Trette. Rechts wie links von der Treppe verläuft
der hier bereits schmalere Teil des Palasts
mit jeweils drei Eingängen zu verschiedenen
Räumen. Neben der ursprünglich wohl
wunderschönen Terrasse befanden sich hier
acht sog. Chultunes, die als Wasserbehälter
für trockene Zeiten dienten.
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| Ballspielplatz
(Juego de Pelota) |
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Der Ballspielplatz befindet
sich zwischen dem Palacio und
dem Tempel Mirador. Auf ihm
fand das berühmte Ballsipel statt, bei
dem der medizinballschwere Ball von der Mannschaft
durch den jeweiligen gegnerischen Korb geschlagen
werden mußte. Die Ballspiele hatten
zu damaliger Zeit eine so große Bedeutung,
daß man Ernteglück und andere Dinge
des Lebens von ihrem Ausgang abhängig
machte. Zur näheren Erläuterung
scheuen Sie auf die Seiten von Chichén
Itzá. Der Ballspielplatz wird in
der Maya-Region auch Pok-ta-Pok
genannt.
Seltsamerweise hat man in der Puuc Gegend
kaum Ballspielplätze gefunden, sogar
in Kabah und Labná sucht man noch heute
nach ihnen. Insofern ist der Ballspielplatz
hier durchaus eine Besonderheit.
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| El
Mirador |
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Dieser Tempel befindet sich
etwa 300 Meter südlich vom Palast. Er
hat Ähnlichkeit mit dem Tempel Mirador
von Labná. Als oberstes gibt es wie
in Labná eine sog. Cresteria,
also ein Scheinstockwerk, das auschließlich
zur Zierde dient.
Im Klassischen Stil erbaut, setzte man diesen
Tempel auf einer Pyramide auf, die heute ebenfalls
völlig zerstört darunterliegt.
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| Stelen
(Grupo de Estelas) |
| In
Sayil wurden eine Reihe von Stelen
gefunden, viele von ihnen sind jedoch
in keinem besonders gutem Zustand mehr.
Das gilt auch für die sog. Grupo
de Estelas. Sie weisen jedoch
verschiedene Hieroglyphen auf, von denen
- wie es heißt - eine auf das Jahr
810 n. Chr. hindeutet. Die beiden Abbildungen
rechts stammen von unterschiedlichen Ecken:
Sayil ist weitläufiger als es auf
den ersten Blick erscheint. Wer sich ein
wenig mehr für die Maya-Kultur interessiert,
der kann hier den ganzen Tag verbringen
und über die sog. Sacbés
viele km laufen, vorbei an Stelen und
anderen, unendlich vielen noch nicht ausgegrabenen
Maya-Strukturen. |
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| Südtempel
(Templo del Sur) |
| Der
Südtempel befindet sich im Süden der
alten Mayastätte. Es ist ursprünglich
ein 2-stöckiges Gebäude
gewesen, von dem der 2. Stock heute fast völlig
zerfallen bzw. zerstört
liegt. Auf ebener Erde befinden sich sieben
Eingänge, die interessanterweise untterschiedliche
Größen aufweisen. Der Steinfries,
der ursprünglich über den Türen
um das Haus herum gereicht haben muß,
ist mit kleinen Säulen dekoriert.
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