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Labná


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Labná liegt an der Carretera Federal 184, nur knapp 10 km östlich von Sayil entfernt. Man erreicht Labná am besten von Mérida kommend über die Carretera Federal 261, wobei man Muna auf die Carretera Federal 184 abbiegt.
Sayil, was auf Maya soviel heißt wie "die alten Gebäude", hatte seinen Namen durch Einheimische erfahren. Es gehört - für diese Region typisch - zum sog. Puuc-Stil, bei dem der Regengott Chaac die größte Rolle spielte. Man vermutet, daß Sayil aus der klassischen Periode stammt, wobei man sich hierbei nicht auf Aufzeichnungen aus damaliger Zeit stützen kann, sondern rein auf den Stil und Lebensart der Mayas zur damaligen Zeit.
Das kulturelle Zentrum von Labná, d.h. wo sich die wichtigsten Gebäude befinden, erstreckt sich über eine Fläche von etwa 250 x 400 Meter, wobei die Stadt an sich weiaus größer war. Viele auch heute noch unerforschte Gebäude - die meisten darunter verschüttet und überwuchert - befinden sich v.a. südlich und nördlich des Zentrums. Sog. Cenotes, also Brunnen die insbesondere zu Opferungen genutzt wurden, hat man in Labná nicht gefunden. Jedoch gibt es sog. Chultunes, die u.a. als Wassersammelbecken dienten.
Über die sog. Scabé ist Labná wiederum mit den anliegenden alten Hochkulturstädten Kabah, Sayil und Uxmal verbunden gewesen. Sie führen - wie in allen Stätten des Puuc-Stils - auf den Großen Palast zu und vereinigen sich hier.

Labná
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Triumpfbogen
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Gran Palacio
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Gran Palacio
 
Der Palast (Gran Palacio)
Der große Palast von Labná beinhaltet fast 70 Räume, viele davon sind heute zum großen Teil zerstört. Die Fassade ähnelt sehr der des Palasts von Sayil. Abbilder des Regengottes Chaac, Schlangenköpfe und kleinere andere Ornamente schmücken den Palast. Leider ist die genaue Funktion der Gebäude ist noch nicht vollends geklärt. Da jedoch Keramikobjekte und verschiedene Daten auf Steinen im Westhof gefunden wurden, geht man heute davon aus, daß hier insbesondere Lebensmittel prepariert wurden. Der Zentralhof war höchstwahrscheinlich der Sitz für administrative Tätigkeiten, der Osthof wahrscheinlich eher für Wohnzwecke für Mitglieeder der höheren Kaste genutzt worden. Der gesamte Palast entstand in der Zeit zwischen 750-1.000 n.Chr.
In seiner ursprünglichen Form bestand der Palast aus zwei Gebäuden und einem Innenhof. In der späteren starken Bauphase wurden 67 Räume, 7 Innenhöfe, einige Treppen und Passagen hinzugefügt. Die typischen Puuc-Elemente dieser Stätte können hier im Palast gefunden werden, darunter v.a. die Maske des Regengottes Chaac. Um unteren Teil des Palastes führen vier Treppen (3 davon stark zerstört) auf die obere Ebene. Die Mauern bestehen dabei zumeist aus geschlagenem und passend gemachtem Steinmaterial.
Die untere Ebene ist auf felsigem Untergrund gebaut. Man spricht von 42 verschiedenen Räumen, die alleine auf der unteren Ebene gewesen sein sollen: 20 nach Süden, 12 nach Osten und weitere 10 im Inneren, die eine Art Hof gebildet haben sollen. Die Räume der östlichen Seite führen nach draußen auf eine Art Terrasse.
Die obere Ebene - heute kaum noch zu erkennen - bestand ursprünglich aus fünf Terrassen. A
uf einer der Terrassen läßt sich heute noch eine der Chultunes entdecken, in der Wasser in Regenzeiten gesammelt wurde, um für regenarme Zeiten gerüstet zu sein. Mann zählt 28 Räume auf der oberen Ebene, die in drei Gruppen aufgeteilt waren. Heute sind die meisten der Räume stark zerstört.
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Treppen
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Gran Palacio
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Gran Palacio

 

Tempel El Mirador

Dieser Tempel steht auf einer heute völlig zerstörten Pyramide, bei der sich an der Seite eine Treppe nur noch erahnen läßt. Der auf rechtwinkligem Fundament erbaute Tempel erreicht mit seinem Aufbau eine Höhe von fast 6 Metern, wobei die Pyramide nochmal weitere 13 Meter an Höhe einnimmt und damit die Nordseite des erhöhren Vorhofes abschließt.

Die Pyramide bestand ursprünglich aus einer Vielzahl an Gebäudekomplexen, die um zwei Innenhöfe herum gebildet waren. Man gelangte dann durch eine heute fast völlig zerstörte Treppe durch einen dieser Höfe zum Tempel hinauf, der aus 4 Räumen besteht. Zudem besitzt der Tempel einen Kamm im klassischen Puuc-Stil an seiner Vorderseite, wobei von hinten mit Stützen und Vorsprüngen die Ornamente des ursprünglich sehr schmuckvollen Tempelkammes gehalten werden. Dieser Kamm, der auch als Scheinstockwerk gesehen wird, wird Cresteria genannt. Er wurde geschmückt durch Stuck und eine Vielzahl an modellierten Figuren. In der Südost-Ecke noch erhalten ist der untere Teil einer Figur. Beschreibungen von Zeitzeugen des letzten Jahrhunderts berichten von zwei Ballspielern und weiteren schönen Reliefs, die nun leider zerstört sind.

 

Labná
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Torbogen (Arco Triunfal)
Dieser Torbogen wird allgemeinhin als eine der wichtigsten architektonischen Errungenschaften in der Mayakultur gesehen, da seine Ornamente und Fassadenstruktur einmalig gut erhalten ist. Der Torbogen diente - ähnlich wie beim Palast des Gouverneurs in Uxmal als Durchgang zu weiteren Bauwerken. Dabei handelt es sich hier allerdings um einen eigenständigen Durchgang, nicht um ein Gebäude selbst. Typisch für Maya-Gewölbe ist, daß - wie hier - die Innenmauern bis hoch zum Gewölbescheitel reichen.
Während die Westseite des Torbogens recht einfach ist und integriert ist in eine Gruppe von Gebäuden, die eine Art kleinen Platz formen, ist der Eingang von der Ostseite her mit kleinen Säulen, Kreisen und anderen Symbolen geschmückt. Gleichfalls fefinden sich hier auch die Eingänge zu den rechts und links vom Durchgang gelegenen Mayahütten. Über den Eingängen der Eingänge ist jeweils das für Mayahütten typische Dachflechtwerk - hier aus Stein - simuliert.

Labná
Front-Ansicht
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Rückansicht
Der Torbogen wirkt von dieser Seite wie eine Maske des Regengottes Chaac, wobei sich an der Südost-Seite des Torbogens nochmal Reste einer großen Maske des Regengottes Chaac befinden.
 
Gebäude der Säulchen (Edificio de las Columnitas)
Das L-förmig erbaute und gut 2 Meter erhöht stehende Gebäude befindet sich südöstlich des Gran Palacio. Seinen Namen verdankt es den vielen kleinen Säulen, die oberhalb auf der Höhe über den Eingängen das Haus schmücken. Rechts schön zu erkennen ist die Architektur, durch die die Innenräume immer wieder in typischer Form eine Art falsche Dachwölbung erhielten (siehe rechts).
Sog. Chultunes (Untergrundzysternen), einige Steine sowie die Form des Gebäudes läßt heute darauf schließen, daß diese Gruppe als Quartier für die Oberschicht genutzt wurde. Das Gebäude stellt ein gutes Beispiel des Stils Puuc Junquillo dar, erbaut zwischen 800-1.000 n. Chr.
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Frontansicht
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Innenansicht
   
 
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