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Jaina


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Die Insel Jaina liegt etwa 80 km nördlich von Campeche und liegt nur wenige km vor der Küste Yucatans. Sie ist klein, oval, flach und besitzt Mangroven an ihren Küsten. Sie mißt etwa 1 km in Länge und ca. 700 Meter an der breitesten Stelle. Jaina ist eine Kultstättte der alten Maya und einen Besuch wert, wenn man ohnehin in der Gegend ist.

Vor der Ankunft der Spanier im Jahre 1519 hieß die Insel Hanal, was soviel bedeutete wie Wasserhaus. Erst im Jahre 1886 wurde sie erstmalig durch einen französischen Archäologen wiederentdeckt. Bekannt wurde Jaina jedoch erst im 20. Jahrhundert durch die vielen kleinen Tonfiguren, die man hier bei Ausgrabungen gefunden hatte sowie durch eine Stele, die aus dem Jahr 652 n. Chr. stammt.


Jaina

Jaina war von der Klassik bis zur Spätklassik durch Bauten im Puuc-Stil geprägt worden. Sie diente insbesondere als Ruhestätte für die Toten, die man hier begrub. So fand man viele Figuren, die den Toten in die Nachwelt mitgegeben wurden, wobei man die Meisten aus der Zeit zwischen 600-1.000 n. Chr. stammen. Viele der zumeist zwischen 20-25 cm großen Figuren warfen bei Archäologen, insbesondere aber bei der Presse Diskussionen auf, da ihre Erscheinung eher außerirdisch wirkte. Aber nicht nur die Einzigartigkeit dieser Figuren, sondern auch die Schönheit, Originarität und Würde, die einige der Krieger trugen, machten Jaina einzigartig für die gesamte Mayawelt. Aufgrund dieser Funde gelang in der Maya-Archäologie ein großer Vorsprung in der Vorstellung davon, wie die Maya zur damaligen Zeit gelebt haben, Wissen, das Codeces hätten erbringen können, wären sie nicht durch die Spanier verbrannt worden.


So existieren auf Jaina v.a. zwei Gebäudekomplexe, im Norden El Sayosal und im Süden El Zacpool, getrennt durch einen dazwischenliegenden rechteckigen Platz. Das Bauen von Tempeln war hier gar nicht so einfach, da man viele Tonnen von Steinen vom Festland auf die Insel bringen mußte. Man lebte vom Fischfang und von der Jagd, der Anbau von Mais und anderen Gewächsen war hingegen nicht notwendig, da die Insel ausreichend Pflanzen aufwies.
Erster Archäologe, der Jaina entdeckt, war der Franzose Desirée Charnay im Jahre 1886. Die größten Funde realisierte man jedoch in den Jahren zwischen 1940-42 und 1964.

   
 
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