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Dzibilchaltún
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In der Maya Sprache
bedeutet Dzibilchaltún "Platz
der steinigen Inschriften", was zurückgeht
auf die zahlreichen Stelen (insbesondere
Stele 19), die hier gefunden wurden. Dzibilchaltún
ist eine Maya-Stätten, die erst in den
letzten Jahrzehnten stärker erforscht
wurden, und auch eine touristisch nicht so
stark besuchte Stätte. Das jedoch völlig
zuunrecht, denn die Phänomene,
die man hier Anfang der 90er Jahre fand, sind
für die Mayas von sehr großer Bedeutung
gewesen. Dzibilchaltún liegt etwa 15
km nördlich von Mérida,
an der Highway nach Progreso,
bei Km 52 von Xcambó,
einst ein großer Salzhersteller. Experten
zufolge war dieses Areal bereits um 500 v.Chr.
von Mayas bevölkert, bis zur Spanischen
Eroberung um 1540 n.Chr.
Dzibilchaltún umfaßte ursprünglich
etwa 19 km² mit knapp 8.400 Gebäuden.
Das Zentrum bestand aus einer großen
Anzahl von Gebäuden, verteilt über
25 Hektar, und man vermutet, daß zur
Hochzeit hier etwa 40.000 Mayas gelebt haben.
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Geht
man näher auf die Geschichte und
die Lebensweise der Maya ein, so stößt
man auf Yucatán sehr bald auf die
Bedeutung des Regengottes Chaac.
Wegen des im Tiefland vorherrschenden
unfruchtbaren Bodens und der großen
Trockenheit kam ihm eine ganz besondere
Bedeutung zu, und Opferungen
wurden meist zu seinen Ehren veranstaltet.
Man sieht seine Maske nicht nur an den
großen und kleinen Bauwerken und
Tempeln, sondern es wurden auch Naturerscheinungen
mit ihm verbunden. |
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So entdeckte
Ende der 90er Jahre der mexikanische,
inzwischen verstorbene Archäologe
Victor Segovia ein Phänomen,
das speziell diesem Regengott
Chaac geweiht war. Er fand heraus,
daß im Norden der Halbinsel Yucatán,
ca. 15 km nördlich von Mérida,
die Kulturstätte Dzibilchaltún
ein genau berechnetes Zusammenspiel
der Sonne mit dem sog. Tempel
Der Sieben Puppen oder auch
Sonnentempel besaß
(s.Bild), dessen Türen und Fenster
die Maske des Chaac symbolisierten.
Das geschieht jedoch nicht an jedem
beliebigen Tag, sondern ausschließlich
am Tag des Äquinoktiums
(lat.:aequus, nox => Tag- und
Nachtgleiche), ähnlich
wie in Chichén
Itzá. So konnte kurz nach
Sonnenaufgang ein Jahr fast auf die
Sekunde genau bestimmt werden, denn
der Sonnentempel wurde so genau konstruiert,
daß die Sonnenstrahlen durch die
Hauptöffnungen hindurch einen Punkt
dahinter trafen, die dieses genaues
Zeitmaß ermöglichte. Wer
Das Gebäude etwas genauer unter
die Lupe nimmt, der wird feststellen,
daß auch die Seiten recht interessante
Lichtschatten werfen,
deren genaue Bedeutung jedoch noch nicht
vollends bestimmt werden konnte.
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Auf der anderen
Seite, am Rande des Haupthofes auf der Ostseite,
ist der Xlacah Cenote. Xlacah
bedeutet "alte Leute", und er stellt
für Yucatan einer der tiefsten und größten
natürlichen Brunnen dar.
Viele archeologisch bedeutende Stücke wurden
aus dem Cenote geholt, die heute zumeist in
Museen von Mérida
wiederzufinden sind.
Dzibilchaltún hat zudem einen angeschlossenen
ökologischen Nationalpark,
der die Verbindung von Mayas mit Natur in besonderer
Weise zeigen soll. Der Park soll den Besucher
zurücksetzen in die Zeit, in der die Maya
Natur entwickelten und sie gleichzeitig schützten.
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