|
Die Grotten von Balankanche
liegen etwa 8 km entfernt von Chichén
Itzá in Richtung Valladolid,
und sind einen Abstecher durchaus wert,
vor allem, wenn man ohnehin in der Gegend
ist. Sie geben dem Besucher abgesehen von
herrlichen unterirdischen Blicken v.a. einen
guten Überblick über die keramischen
Gegenstände der Mayazeit zwischen 1194
und 1441 n.Chr.
Die erste Person der Neuzeit,
die die Geheimnisse von Balankenche sehen
durfte, war ein mexikanischer Reiseführer
namens Humberto Gómez
aus Chichén
Itzá. Als er im Jahre 1959
Höhlen in der Gegend von
Chichén Itzá erforschte, entdeckte
er leicht versteckte und sogar verschlossene
Gänge, die in ein unterirdisches Netzwerk
von Kavernen führten.
|
 |
|
Man sagt, es s kostete ihn
fast zwei Stunden, bis er den Weg gefunden
hatte, der ihn geradezu auf das über
800 Jahre alte Geheimnis der Mayas zuführte.
Sofort wurde Dr. Wyllys Andrews,
Leiter der National Geographic Society
Expedition, benachrichtigt, der
die Fundstelle eingehend inspizierte. Er
fand hunderte von glitzernden Stalaktiten,
die alle um einen riesigen, wunderschönen
Stalamiten herum hingen. Um
diesen immensen Stalakmiten herum waren
eine große Anzahl von Opfergaben
gelegt, die alle dem Regengott Tlaloc
gewidmet waren und hier während der
ganzen Jahrhunderte unversehrt lagen. Die
Höhlen dienten insbesondere zur Bestattung
von hochrangigen bzw. adeligen Mayas.
In dieser natürlichen
Grotte können heute all diese Gegenstände
- sie wurden zwischen 1194 und 1141 n.Chr.
hergestellt - an noch derselben Stelle vom
Besucher bestaunt werden. Durch die Jahrhundertelange
Abgeschiedenheit von Licht und durch die
besonderen klimatischen Verhältnisse
ist bei den meisten Grabbeigaben sogar noch
die Farbe recht gut erhalten.
Es werden Führungen
angeboten, die Höhlen sind mit Licht
und z.T. sogar mit Ton bestückt,
so daß es für die Besucher durchaus
ein Erlebnis ist.
|