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Mayas


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Die alte Hochkultur der Mayas hat Yucatán und die Mexikaner so stark beeinflußt, daß sie aus keinem Yucatán-Urlaub mehr wegzudenken ist. Wer hierher kommt, wird sich vielleicht zu Beginn fragen "lohnt sich das...?". Doch spätestens die Besichtigung der ersten Pyramiden und das hautnahe Fühlen von Mystik, Geheimnis und Vergangenheit wird jeden noch so trägen Besucher so in seinen Bann ziehen, daß er es nicht bereuhen wird gekommen zu sein.

 

Die wichtigsten Maya-Stätten haben wir hier aufgeführt:

     
 
     
   

Die Halbinsel Yucatán, Teile von Guatemala, Honduras, El Salvador und Belize bildeten vor etwa zwei Jahrtausenden die Ur-Heimat der Maya.

Dieses Volk, von dem wir heute nur ungenügend wissen, weil auf Anordnung des Bischofs Diego de Landa während der spanischen Conquista eine bedeutende Menge von Schriften vernichtet wurden, hinterließ uns nur geringe Möglichkeiten, ihren Ursprüngen, Lebensarten und Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Ein Rätsel bleibt, warum die Maya im Laufe der Jahrhunderte vom fruchtbaren Boden des Peténs (heute Guatemala) auf die Halbinsel Yucatán gezogen waren. Dort brach diese Kultur auf ihrem Höhepunkt zusammen, so daß die Spanier bei ihrer Ankunft zum größten Teil verlassene Zeremonialstätten vorfanden (siehe Chronologie der Maya).


Gerade mal drei Codices, die heute in Museen von Dresden, Madrid und Paris aufbewahrt werden, geben uns Aufschluß über ihre Religion und über ihre mathematischen und astronomischen Kenntnisse. Alle anderen, die auch als Hexenwerk bezeichneten Schriftstücke, haben die Verbrennungen im 16. Jahrhundert nicht überstanden. Dabei war die endgültige Entzifferung wegen der z.T. schlecht erhaltenen Schriftzeichen lange Zeit nicht möglich. Große Durchbrüche in der Entschlüsselung wurden in den 90er Jahren gemacht (insbesondere durch die Zuhilfenahme von Computern), und es erstaunt nicht, wenn man hört, daß auch heute noch viele Stätten bzw. Bauwerke und andere Zeichen der alten Hochkultur in Mesoamerika vermutet werden. Man schätzt die allein auf der Halbinsel Yucatán noch nicht bekannten aber möglichen Fundorte auf über 500 Stück. Gründe dafür sind vor allem Geldmangel in der Archäologie und das rasche Überwuchern von Bauwerken mit Pflanzen, bedingt durch das tropische Klima. Selbst die so bekannten Orte wie Chichen-Itzá, Uxmal, Palenque oder Tikal lassen noch viele Fragen offen. Ganze Landstriche wurden mit dem Flugzeug abgeflogen auf der Suche nach noch unentdeckten Tempeln, die man Jahre später erst durch Zufall zu Fuß gefunden hatte.

 


siehe auch: Chronologie der Maya Tikal

Die Mayas sind wohl die am höchsten ausgeprägte Hochkultur ganz Lateinamerikas gewesen. Im Gegensatz zu den Inkas und den Azteken haben sie höchst genaue Mathematik betrieben (sie rechneten z.B. noch vor den Ägyptern mit einer Null), eine ausgeprägte Schriftsprache gehabt und Sternbeobachtungen sowie Zeitmessungen betrieben, die uns noch heute in großes Erstaunen setzt.

Reist man durch das Maya-Land, so wird man Unterschiede in der Architektur bemerken. Im groben können drei Stilarten unterschieden werden:

Petén-Stil

Ihren Höhepunkt erreicht diese Stilart im 7.-8. Jht. n. Chr., vor allem im Tiefland Mexikos. Typische Stätten sind Copán, Tikal und Palenque. Man erkennt den Río-Bec-Stil insbesondere an seinen hohen Stufenpyramiden. Auch Steinmosaiken, sog. Rundplastiken von Figuren, überspannende Kraggewölbe kleiner Räume, und die Gruppierung von mehreren Gebäuden zu sog. Akropolen sind Merkmale dieses Stils.

 

Río-Bec-Stil

Der Río Bec Stil ist im südlichen Teil Yucatáns zu finden. Er zeichnet sich durch rel. hohe und massive Tempeltürme aus. Treppen sind i.a. Attrappen und können nicht bestiegen werden. Bisweilen sind allerding Gänge im Inneren von Pyramiden vorhanden, die nach oben führen. Typisch sind mit Stuck überzogene Mosaiken. Es gibt weniger Darstellungen von Personen, statt dessen mehr geometrische Formen wie Quadrate, Kreuze und Rauten. Türöffnungen werden häufig als geöffnetes Maul eines Tieres gezeigt (z.B. Schlange). Beispiel-Stätten für den Río-Bec-Stil sind Río Bec, Calacmul, Becán und Xpujil.

 

Puuc-Stil Puuc ist Maya und heißt Hügel. So ist dieser Stil im mittleren Yucatán zu finden, insbesondere in der Region um Uxmal, Sayil, Kabah und Labná. Typisch sind rel. glatte Gebäude, die Pyramiden sind meist zu besteigen. Fries befindet sich insbesondere oberhalb von Türöffnungen, umspannen dann aber zumeist das ganze Gebäude. Sie sind häufig mit Mosaiken und Masken des Regengottes Chaac verziert.
   
 
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